Der Waldpark Slavičín liegt in der Stadt Slavičín, etwa 15 Minuten von Luhačovice entfernt im Bezirk Zlín. Die Stadt wurde erstmals 1141 urkundlich erwähnt und hat etwas mehr Einwohner als der Kurort. Der Waldpark ist ein lohnenswertes Ausflugsziel für Kurgäste.
Unweit von Luhačovice liegt die Stadt Slavičín. Wie das Kurortsstädtchen liegt sie im Bezirk Zlín. Mit ihrer Einwohnerzahl übersteigt sie Luhačovice um einige hundert Bewohner. Sogar die erste schriftliche Erwähnung von Slavičín datiert später, und zwar auf das Jahr 1141. Die Stadt liegt nur etwa 15 Minuten vom Kurort entfernt. Sie ist daher ein idealer Ort für einen Nachmittagsausflug mit der Familie. Hier gibt es viele interessante Sehenswürdigkeiten. Eine davon ist Pivečkas Waldpark. Wir finden hier auch das älteste Gebäude der Stadt. Es ist eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die dem heiligen Adalbert geweiht ist. Auf dem Hügel neben der Kirche befindet sich ein Denkmal für die Opfer der Luftschlacht über Slavičín.
Dem zweiten, ebenfalls kleineren Hügel im Stadtzentrum gehört ein barockes Schloss aus dem Jahr 1750 mit angrenzendem englischen Park. Die Gebäude dienen heute gastronomischen Zwecken, der öffentliche Park ist ein Ort der Erholung und für Spaziergänge. Hier gibt es einen Pavillon für musikalische Aktivitäten, eine Kegelbahn, Volleyballplätze und ein Amphitheater mit Freiluftkino. Ein Paradies für Angler sind sicherlich die nahegelegenen Teiche. Um den Teich Slavík führt ein Lehrpfad, der eine Quelle für Bildung über Flora und Fauna darstellt.
Die Gründung von Pivečkas Waldpark datiert auf das Jahr 1936 durch die Familie Pivečka als Erholungs- und Ruhezone für die Bewohner von Slavičín, aber auch hauptsächlich für die Angestellten ihres Schuhbetriebs. Wir finden hier vor allem Holzplastiken, Werke junger Bildhauer, Studenten der Prager Kunstgewerbehochschule. Dazu gehören eine Sanduhr und ein Rudel von sieben Wölfen, eine riesige Schnecke, eine Schildkröte, ein Spanner oder eine Robbe, eine märchenhafte Brücke über dem Teich und ein hölzernes Karussell, ein Wassermann und ein Frosch, ein Kondor und eine Baumgruppe, ein steinerner Kentaur und eine Ansammlung etwas rätselhafter Pilze.
Die Familie Pivečka zog 1860 nach Slavičín um, um hier den berühmten Schuhbetrieb JAPIS zu gründen (heute PRABOS – Hersteller spezieller Trekking- und Militärschuhe). Die Familie lebte in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit und Respekt zwischen den Familienmitgliedern war selbstverständlich. 1938 starb Frau Josefka Pivečková, die Familie entschied sich für den Bau des Waldparks zu ihrem Gedenken. Hier wurden Tanzvergnügungen, Ausflüge und Picknicks veranstaltet. Kinder konnten hier mit Rotkäppchen spielen, mit Zwergen am Teich, und die Eltern konnten sich auf Bänken nahe dem Waldweg ausruhen. 1948 kam die Verstaatlichung und die Familie verlor sowohl den Betrieb als auch den Waldpark. Ein neuer Besitzer kam. Teile der Mauern und Felsengruppen wurden von den Menschen abgetragen und die Figürchen für Kinder verschwanden spurlos. Nach mehr als 40 Jahren kehrt nur einer der Söhne zurück. Obwohl enttäuscht über den Zustand, in dem er den Waldpark vorfindet, zögert er nicht mit der Erneuerung der Umgebung. Der Wald wurde dank Freiwilliger gereinigt. Auch viele Kunstwerke kehrten zurück.

