Rund um Luhačovice existieren zahlreiche weniger bekannte Mineralquellen, die dieselben heilenden Eigenschaften wie die berühmten Stadtquellen besitzen. Diese versteckten Quellen bieten Besuchern eine ruhigere Alternative und ermöglichen gleichzeitig die Erkundung der malerischen Umgebung des Kurorts.
Luhačovice könnte man als Synonym für heilende Mineralquellen bezeichnen. Jedoch ahnen viele Menschen nicht, wie viele weitere Quellen sich in der Umgebung von Luhačovice verbergen. Sie sind zwar nicht so berühmt und bekannt. Dennoch können sie dieselben wohltuenden Wirkungen bieten und als Bonus erhalten Sie durch ihren Besuch einen Grund für einen Ausflug oder Spaziergang. Eine ganze Reihe dieser Wässer entspringt inmitten unberührter Natur, viele warten möglicherweise noch auf ihre künftige Nutzung. Das häufige Vorkommen von Mineralwässern verdanken wir der Karpatenregion, die in das Gebiet von Zlín hineinreicht.
Einer dieser Orte ist genau Kostelec. In früheren Jahren wurde hier 1742 ein Kurbad von einer österreichischen Familie gegründet. Nach und nach entstanden hier Kurgebäude, die zunächst nur der Oberschicht dienten. In späteren Jahren wurde das Kurbad zu einem modernen Heilzentrum umgebaut, das zum gesellschaftlichen Zentrum der Region wurde. Die Freude und Pläne zerstörte der 2. Weltkrieg, als das Objekt schwer beschädigt und verstaatlicht wurde. Das Kurbad wurde aus der Liste der Kurorte gestrichen. Dies wurde um 1994 wieder korrigiert und der Kurbetrieb wieder aufgenommen. Heute dient der Ort wieder denselben Zwecken wie früher. Hier werden Schwefel-, Kohlensäure- oder Perlbäder, Moorbäder, Paraffinpackungen und verschiedene therapeutische Rehabilitationen durchgeführt. Von 5 Quellen werden in Kostelec 3 genutzt.
Im Kataster von Zádveřice befinden sich etwa 40 Schwefelquellen, wovon 5 Mineralquellen entlang des Lehrpfades zugänglich gemacht sind. Der Pfad ist etwa 2 km lang. Der Weg führt gegen den Strom des Bergbaches. Die erste Schwefel-Mineralquelle U Staré hájenky liegt etwa 300 m von der Bushaltestelle entfernt. Sie besuchen auch die Quelle namens Sirkovice, zwei nur einen Meter voneinander entfernte Quellen und nicht zuletzt Jurčákův pramen. In Zukunft soll der Pfad um weitere 6,5 km erweitert werden, die 14 Quellen und Brunnen verbinden. Für manche kann die erste Kostprobe einer Schwefelquelle ein leichter Schock sein. Typisch für diese Wässer ist der starke Geruch, der an faule Eier erinnert.
Allein auf dem Gebiet von Zlín gibt es 10 Mineralquellen. Zwei befinden sich am Slatinský Bach – Studna Slanica ist ein kleiner Rastplatz am Waldrand. Das Wasser ist leicht trüb mit eisenhaltigem Geruch. Tomáš Baťa plante hier angeblich während der Ersten Republik ein kleineres Kurbad zu errichten. Das Wasser aus dem Brunnen ist schwach mineralisiert. 2008 wurde die Quelle gereinigt. Unter der Burg Malenovice entspringen weitere 3 Quellen, früher wurden sie für den Betrieb von Bädern genutzt. Heute gelten sie als nahezu unbrauchbar. Dort befinden sich die Brunnen Sirné lázně und Pod lázněmi. Kleine Bäder gab es auch bei der Schwefelquelle in Březnice. Heute ist aus dem Gebäude ein Wohnhaus geworden.
Sehr reich an Mineralquellen sind auch die Vizovické Berge. In Vizovice selbst gab es zur Zeit der größten Blüte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gleich drei private Bäder. Das größte von ihnen – Mojžíšovy lázně – verwandelte sich in Valašský šenk. Bedeutende Bäder befanden sich auch in Napajedla. Ihr Betrieb funktionierte in begrenztem Umfang noch bis Ende des 20. Jahrhunderts.

