Der Baťa-Kanal (Baťák) liegt in der Nähe von Luhačovice und der Bezirksstadt Zlín und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Bootsfahrten. Von Luhačovice aus ist er leicht erreichbar und bietet sich ideal für einen Tagesausflug an.
Sie können Ihren Urlaub in Luhačovice mit einem Ausflug zu den umliegenden Städten und Sehenswürdigkeiten verbinden. Die Kurstadt liegt in der Nähe der Bezirksstadt Zlín. Hier befindet sich in der Nähe der bekannte mährische Baťa-Kanal, auch Baťák genannt. Wenn Sie wenigstens ein paar Stunden auf dem Boot verbringen möchten, müssen Sie nicht weit fahren. Diese Gelegenheit haben Sie auch hier und können sie gleich mit Radfahren in der Umgebung verbinden.
Derzeit ist der Baťa-Kanal eine 53 km lange Wasserstraße, die Sie für Freizeitfahrten von Otrokovice bis Skalice nutzen können. Die Schifffahrt findet jedoch auch auf separaten Flussabschnitten Kroměříž – Otrokovice und Rohatec – Hodonín statt. Sie können ein kleines Motorboot mieten, das Sie selbst steuern und nach Ihren Vorstellungen fahren. Diejenigen, die sich bequem fahren lassen möchten, können aus regelmäßigen Fahrten mit größeren Ausflugsbooten wählen. Eine sehr beliebte Variante der Schifffahrt sind Hausboote, bei denen die Besucher die Fahrt auf dem Baťa-Kanal mit der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung verbinden können. Diese historische Wasserstraße verfügt über dreizehn funktionsfähige Schleusenkammern. Der Baťa-Kanal war ursprünglich für den Transport von Braunkohle von Ratíškovice zum Kraftwerk Otrokovice bestimmt und ist 50 km lang, wovon 26 km im Flussbett der March verlaufen und der Rest als künstlicher Kanal angelegt ist.
Der Bau wurde am 16. Oktober 1934 begonnen. Alle Arbeiten wurden 1938 beendet. Während der Bauzeit musste das Budget unter anderem wegen einer Überschwemmung erhöht werden, die das noch unvollendete Bauwerk beschädigte. Organisatorisch handelte es sich um ein sehr komplexes Bauvorhaben – das Land Mähren vereinbarte mit der Firma Baťa, dass das Land die Projekte und Durchführung der Erdarbeiten sowie Betonkonstruktionen übernimmt und die Firma Baťa die Projekte und Lieferung aller Metallkonstruktionen der Schleusenkammern, Brücken und Wehre sicherstellt.
Die ersten großen Reparaturen mussten nach dem Zweiten Weltkrieg durchgeführt werden. Die sich zurückziehende deutsche Armee zerstörte alle Brücken, versenkte Schiffe und beschädigte Wehre. Der Krieg hinterließ schwere Spuren an der Wasserstraße Otrokovice – Rohatec. Der Schaden überstieg 10 Millionen Kronen. Die Reparaturen begannen 1946 und dauerten bis 1947 an. Bereits damals sprach man über den Anschluss der Wasserstraße nach Zlín, wobei der Kanal mit Wasser aus der geplanten Talsperre Slušovice versorgt werden sollte.
Heute ist fast die gesamte Wasserstraße repariert. Besucher können 8 Häfen und 16 Anlegestellen nutzen. Durch den Bau des slowakischen Hafens Skalica wurde der Baťa-Kanal zu einer internationalen Wasserstraße. Die Wasserstraße verläuft teilweise auf dem Fluss March, ansonsten durch künstlich ausgehobene Kanäle mit einer Reihe beweglicher Wehre, Schleusenkammern und anderen Wasserbauwerken. Auf der Strecke befinden sich insgesamt 23 Brücken. Unter den Brücken wurden Durchgänge geschaffen. Auf der Strecke gab es eine Reihe einzigartiger technischer Konstruktionen, wie zum Beispiel eine Seilbahn zum Überziehen von Booten. Bei jeder Schleusenkammer wurde ein typisches Baťa-Häuschen für das Bedienungspersonal gebaut.


